Unterwegs

Frau Hase unterwegs…10 Wochen am Ende der Welt

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Der Ausblick auf den alten Teil des Ortes

Wie bereits angekündigt, zeige ich euch heute, wo genau ich in Island gelandet bin. In meinem ersten Post zum Thema habe ich ja schon gesagt, dass ich im nördlichsten Ort der Insel leben werde – Raufarhöfn. Ausgesprochen wird dieser übrigens „Reuvarhop“.

Tatsächlich leben hier nur rund 150 Einwohner, die meisten davon sind eher alt…. Es gibt alles was man so braucht, einen Supermarkt, eine Bank und eine Post, sowie eine Apotheke die mehrmals die Woche ein paar Stunden geöffnet ist. Das örtliche Schwimmbad hat, eher untypisch für Island, nur abends ein paar Stunden geöffnet. Achso, und es gibt ein kleines Café , das noch bis Ende August täglich geöffnet hat. Und eine Fischfabrik, die wohl wirtschaftlich recht bedeutend ist, von der man aber wirklich nicht viel mitbekommt.

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Auch dieser Kerl sucht nach etwas Unterhaltung…..

Was soll man also hier viel tun? Das werde ich oft von Freunden oder auch von den Gästen, denen ich begegne, gefragt. Die Antwort ist schlicht: Nicht viel.

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Klippen mit Blick auf den Hafen des Ortes

Aber irgendwie hat das auch seinen besonderen Reiz. Hier ist es nicht mir Touristen überlaufen, hier kann man noch das erleben, was sich viele von einem Urlaub in Island versprechen.

  • Ruhe: Kaum Autos, keine Flugzeuge, nur Meer, Wind und Vögel
  • keine Aufregung: keine Kriminalität, jeder lässt nachts die Haustüre offen
  • Landschaft: Meer (dass nicht stinkt), Klippen, Vögel, Treibholz
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Spaziergang entland der Küste

Ich will jetzt nicht lügen, um für immer hier zu leben ist es mir doch viel zu weit weg von allem. Auf Dauer würde ich das nicht aushalten. Für alles muss man längere Zeit mit dem Auto fahren, größere Einkäufe, Arzt etc… Und das nervt mich jetzt schon. Und wie muss das dann erst im Winter sein, wenn die Straßen schlecht befahrbar sind?

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Mitternächtlicher Sonnuntergang

Aber für die Zeit in der ich hier bin, finde ich es schön mal was ganz anderes zu sehen und auch hier zu wohnen. Hier kann man so richtig runter kommen! 🙂 Und so ganz aussterben will der Ort ja nun auch nicht. Ich arbeite in zwei von drei Gästehäusern, es gibt ein Hotel und bald auch ein kleines Restaurant. Meine Gastfamilie/Arbeitgeber sind im Moment fleißig am renovieren, um hoffentlich im August eine neue Anlaufstelle für Gäste und Einheimische schaffen zu können. Schon jetzt kommen täglich Leute zu der Baustelle, um zu sehen, wann es endlich soweit ist.

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Ein ehemaliger Supermarkt, der bald zum Restaurant wird.

Außerdem gibt es schon den „Arctic Henge“, oder zumindest einen Teil davon. Dieses Gebilde soll, ähnlich Stonge Henge in England, ein frühzeitlichen Kalender darstellen. Von dort aus hat man im Sommer auch herrliche Blicke auf die Mitternachtssonne. Im Moment mangelt es jedoch noch an den finanziellen Mitteln, um ihn ganz fertigzustellen.

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Arctic Henge

Ja, so abgeschieden wohne ich hier. Lehrbuchreife Entschleunigung, würde ich mal sagen. Ich wünsche dem Ort sehr, dass hier etwas mehr Leben einkehrt. Aber auch nicht zu viel, sonst würde er wieder seinen Charme verlieren….

Mal gespannt was mich die nächsten Wochen noch erwartet!

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9 Kommentare zu „Frau Hase unterwegs…10 Wochen am Ende der Welt

      1. Hmm… ein klassisches hostel gibt es hier eigentlich nicht. Nur „guesthouses“, was der Sache aber ziemlich nah kommt. 😉 wenn du willst, kannst du dich ja melden. frau-hase@gmx.com Aber du brauchst dich nicht gezwungen zu fühlen! Wenn du keine Zeit/Lust hast ist das auch ok!

  1. Wow, ich bin ganz neidisch! Da könnte ich es super aushalten.
    Das einzige, was mir vermutlich fehlen würde, ist der Lieferservice, wenn ich mal keine Lust habe zu kochen 🙂

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