Unterwegs

Frau Hase unterwegs… das Wetter in Island und was man anziehen sollte

„If you don´t like the weather – wait five minutes“

Dieses isländische Sprichwort trifft es (leider) ziemlich genau. Auch wenn es natürlich meistens etwas mehr als 5 Minuten sind, ändert sich das Wetter doch recht plötzlich. Schneller als wir Festlandeuropäer es gewohnt sind.

Hier mal ein Beispiel, wie die Wettervorhersage in Island (per App) gestaltet ist:


Das eine Bild zeigt die Vorhersage für Raufarhöfn, abgerufen am Morgen, das andere abgerufen am Abend. Es wird, anderes als wir das kennen, das stündliche Wetter angezeigt, nicht das tägliche. Und selbst dabei gilt: Man kann sich grob daran orientieren, sollte aber immer mit unerwarteten Änderungen rechnen.

Vor allem wenn man sich über das Wetter für die nächsten Tage informieren will, sollte man die Vorhersage eher als Richtwert betrachten. Alles ist möglich! Und wenn man dann noch mit dem Auto unterwegs ist, ist die Wahrscheinlichkeit eines Wetterwechsels noch höher, da man auf 100km gerne mal über Berge und durch Täler fährt.

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Das Wetter Anfang Juli. Grau. Nebel. Nieselregen.

Was nicht stimmt ist, dass es in Island nur regnet oder schneit. Ich war über die Sommermonate Juli, August, September da und kann versichern: Auch die Sonne findet ihren Weg auf die Insel! An klaren Tagen kann es bis zu 20° „heiß“ werden. Wenn es dann noch Windstill ist, kann man sogar mit kurzer Hose raus. Vor allem in Reykjavik braucht man nur ein windstilles Plätzchen in der Sonne und es kommt mediterranes Feeling auf.

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Strahlend blauer Himmel und schneebedeckte Berge am Meer…..

 

Was soll ich also im Sommer in Island anziehen??

Regel Nr. 1: Macht euch keine Gedanken darum ob es gut aussieht! Die meisten Isländer legen da nicht so viel Wert drauf. Islandpullover, Leggins, Tennissocken und Sandalen waren auch bei jungen Frauen keine Seltenheit…. Im Gegenzug wird man aber auch nicht schief angeguckt, wenn man selbst mal aussieht, als hätte man sich im Dunkeln angezogen. Touristen erkennt ihr übrigens schnell an der Ganzkörper-Funktionskleidung… 😉

Regel Nr. 2: Zwiebellook! Da kann ich mich nur jedem Reiseführer und Blog anschließen, der schon mal über Island berichtet hat. Lieber einige dünne Lagen, die man schnell mal ausziehen kann, als einen ultrawarmen Pullover. Meine Kombi war meistens: Top, dünner Pulli und meine Jacke die man noch mal in Regenjacke und Fleecejacke teilen konnte.
Als Hose reicht bei trockenem Wetter eine Jeans. Für Regentage empfehle ich eine leicht gefütterte, wasserabweisende Trekkinghose. Glaubt mir, ihr braucht sie… Meine habe ich lieben gelernt.

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Sonnenschein aber kalter Wind…. Ähm ja, schick ist sicher anders. XD

Regel Nr. 3: Feste Schuhe. Auch wenn ihr nicht vor habt zu wandern, lohnt es sich ein paar ordentliche Schuhe mit Grip dabei zu haben. Islands Attraktionen sind nun mal Wasserfälle, Berge und Gletscher. Dass die Wege zu diesen Punkten meistens nicht geteert sind, dürfte eigentlich klar sein. Mit Turnschuhen hat man oft nicht genug Halt oder nasse Füße im Anschluss….

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Der Himmel im Spätsommer. Fifty shades of pink (+Regenbogen)

Regel Nr. 4: Accessoires! Sonnenbrille und Mütze sollten immer dabei sein. Da die Sonne auch im Sommer sehr tief steht, ist eine Sonnenbrille (vor allem bei Autofahren) unabdingbar. Und die Mütze schützt natürlich vor dem kalten Wind und sollte auf jeden Fall die Ohren bedecken.
Handschuhe braucht man im Sommer nicht unbedingt, aber ein Schal kann das Outfit gut ergänzen. Wie gesagt, Wind… Deswegen ist es auch völliger Unsinn, sich einen Regenschirm mitzunehmen. Der Regen kommt selten gerade runter, sondern eher von den Seiten. Im besten Fall würde der Schirm einfach nichts bringen, im schlechtesten Fall könnt ihr ihn ziemlich schnell in die Tonne treten…

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Expect the unexpected! Das schöne Wetter nutzen um sich auf das schlechte vorzubereiten…

Mit Schnee ist in den Bergen erst ab September zu rechnen, in den Tälern ab Mitte Oktober. Dennoch kann es bereits ab September nachts zu Temperaturen um den Gefrierpunkt kommen. Es sollte also gut überlegt sein, ob man dann wirklich noch campen will….

Soweit meine Erfahrungen mit dem Wetter. Beim nächsten Mal werde ich mich noch einem großen Thema in Island widmen, den Kosten…..

Grüße (mittlerweile wieder aus Deutschland)

Nat

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